Wer wir sind
Alles Wichtige über den Verein auf einen Blick – und zum Mitnehmen als PDF.
Unsere Geschichte
1945 war Deutschland ein gewaltiger Trümmerhaufen, nachdem die Alliierten die Nationalsozialisten besiegt hatten. 17 Millionen Opfer waren das Ergebnis des von der NS-Diktatur in zwölf Jahren direkt organisierten Massenmords. Alleine in den Konzentrationslagern starben sechs Millionen Juden – ermordet einzig aus diesem Grund: weil sie Juden waren.
Antisemitismus und Antijudaismus sind ein altes Phänomen. Auch die christlichen Kirchen tragen Mitverantwortung für die jahrhundertealte Tradition der Feindschaft gegen Juden. Diese scheint unausrottbar, nur die Gründe, die man vorschiebt, variieren. War es damals die Religion (Jesusmörder), nährt sich der Judenhass von der Aufklärung bis in die Neuzeit vom Rassenwahn und von Verschwörungstheorien. Aktuell bezieht man sich auf die Politik Israels, kein Land steht so im Fokus der restlichen Welt. „Israelkritik“ ist ein Begriff, den es nur für dieses eine Land und die einzige Demokratie im Nahen Osten gibt. Für uns steht fest: Israel ist weder ein Apartheidstaat noch begeht es einen Genozid!
Der Neuanfang
war gerade in der Beziehung zwischen Christen und Juden überfällig. Nie wieder sollte sich wiederholen dürfen, was geschehen war. Es fanden sich von beiden Seiten Menschen zusammen, welche die Hand ausstreckten und aufeinander zugingen, um die Versöhnung möglich zu machen. Eine Gesellschaft in Frieden und Freiheit sollte entstehen, in der Christen und Juden – vereint in dem Wissen um ihr gemeinsames Fundament – für die Bewahrung und Durchsetzung der Menschenrechte eintreten, konkret und vor Ort. So wurde 1948, drei Jahre nach dem Krieg, in Stuttgart die erste „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.“ (GCJZ) gegründet.
Gemeinsame Ziele
Ziel war von Anfang an – neben gegenseitigem Kennenlernen und Verstehen – der gemeinsame Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus jeder Art, damit Ausgrenzung, Hass und Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft keinen Nährboden finden.
Wir von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit setzen uns ein für die demokratischen Grundrechte, für Toleranz und Verständigung, Dialog und Diskussion, denn Verschiedenheit und Pluralität sind die Basis von Demokratie. Gegenseitiges Kennenlernen und Austausch, Akzeptanz und Wertschätzung der Unterschiedlichkeit bilden dabei die Basis für eine gute Beziehung und ein gelungenes Zusammenleben.
Inzwischen gibt es über 80 solcher Gesellschaften in Deutschland – ihre Aufgabe ist heute dringlicher denn je.
Der 7. Oktober 2023
An diesem Tag ermordeten Hamas-Terroristen beim Überfall auf Israel rund 1.200 Menschen, darunter 378 größtenteils junge Festivalbesucher beim Nova-Musikfestival; über 250 Menschen wurden als Geiseln nach Gaza verschleppt – der schlimmste Judenpogrom seit der Schoa, ein ganzes Volk sollte ausgelöscht werden.
Auch in Deutschland führte dieser Terrorangriff zu einem Dammbruch antisemitischer Vorfälle: Die Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) registrierten 2025 bundesweit 8.725 Vorfälle – fast doppelt so viele wie 2023. Judenhass ist für viele jüdische Menschen in Deutschland wieder zu einer alltäglichen Bedrohung geworden. Erinnerungsarbeit allein genügt deshalb nicht mehr: Wir stehen ebenso für die Gegenwart ein wie für die Vergangenheit, damit der zur Phrase verkommene Auftrag „Nie wieder!“ seine ursprüngliche Bedeutung zurückerhält.
Dem Anliegen, diese Ziele umzusetzen, gilt auch unser Engagement hier in der Weidener GCJZ, für die wir seit der Gründung 1988 mit unseren rund 90 Mitgliedern antreten.
Konkret
In zwei Rundbriefen pro Jahr bieten wir ein Programm, das Begegnungen und Kennenlernen ermöglicht. Dazu organisieren wir Veranstaltungen und Vorträge, auch und besonders zum aktuellen Zeitgeschehen. Wir schaffen so Begegnungsräume für Austausch und Diskussion.
Wichtig sind uns Information und Wissensvermittlung, um Vorurteilen entgegentreten zu können; denn Vorurteile und Unwahrheit finden immer dort Platz und bilden Nährboden für Lügen und Hass, wo Aufklärung und Wissen fehlen. Ebenso wichtig ist uns ein kulturelles Angebot in Form von Konzerten und Literatur.
Die Vorstandsmitglieder
Alfons Forster, Franz Häring, Astrid Wieland, Elisabeth Frey, Werner Friedmann, Marina Jurowetzkaja, Matthias Langer, Constanze Schöner (v.l.n.r.)
Mitgliedsbeiträge / Jahr
| Einzelmitglied | 23,00 € |
| Ehepaare / juristische Personen | 25,50 € |
| Jugendliche / Studenten | 5,50 € |
Bankverbindung:
Sparkasse Nördliche Oberpfalz
IBAN: DE52 7535 0000 0000 1929 30
Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende, um Vorträge und Veranstaltungen finanzieren zu können.
Interesse an einer Mitgliedschaft? Aufnahmeantrag und SEPA-Lastschriftmandat finden Sie zum Ausdrucken im Flyer als PDF, oder schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.
Über Ihre Unterstützung in Form einer Mitgliedschaft würden wir uns sehr freuen, ebenso über Ihre Fragen und Anregungen.